Fußgängerzonen

Konzept

Pulsierendes Leben in den Fußgängerzonen verschiedener Großstädte – national wie international. Menschen streben in unterschiedlichste Richtungen, mit unterschiedlichen Zielen, mal mehr, mal weniger geschäftig. 

So vielfältig die Orte – Hamburg, Lüneburg, Salzburg, Wien, Aix-en-Provence, San Francisco, Honolulu, …–, so uni-form setzen sich, wie von selbst, immer wieder die gleichen Phänomene in Szene.

Omnipräsent und austauschbar erscheinen Straßenpflasterung, Kleidung oder Mitgeführtes: Einkaufstüten immer gleicher, global agierender Marken-Ketten geraten – freiwillig oder unfreiwillig – zu uni-formen Bekenntnissen eines »auch-hier« oder »auch ich«.

Selbst der zuverlässig anzutreffende Kleidungs-Mix – das breite Spektrum von gedankenlos über pragmatisch oder elegant bis hin zum betont exaltierten ›Regelverstoß‹ – wirkt gleichförmig.

Das zunehmende Verschwinden des Individuellen suggeriert der selektive Wahrnehmungsausschnitt, der die Köpfe der Passanten konsequent außen vor lässt. Lediglich mitgeführte Hunde oder Kinder zeigen Köpfe – eine Metapher selbstverständlicher und daher nicht-demonstrativer Individualität.

Die Bilderserie regt dazu an, den vorgelegten Blickwinkel mental zu verändern und das Interesse auf das zwar ebenfalls Zeitgeist-tangierte, gleichwohl aber noch zuverlässigste Individuelle, die Köpfe, zu richten. Dem Betrachter gebührt die Wahl: entweder den Blickwinkel zu weitenauf zu zoomen und so einen ganzheitlichen Zugang zur Situation zu gewinnen; oder den Blick zu schwenken, wobei nun das Uni-forme außen vor bleibt und dafür dem Individuellen seinen proklamierten Raum eröffnet.

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