»Auch die wahrsten Briefe sind meiner Ansicht nach nur Leichen, sie bezeichnen ein ihnen einwohnend gewesenes Leben, und ob sie gleich dem Lebendigen ähnlich sehen, so ist doch der Moment ihres Lebens schon dahin.« Karoline von Günderode (1780-1806) Urlaubspostkarten schreibe ich nur noch mit schlechtem Gewissen, denn da steht häufig nichts wirklich Relevantes drauf. Die„Papierpost“ weiterlesen
Kategorie-Archive: Künstlerdasein
Mein Weltbild
»Ich mach mir die Welt widde widde wie sie mir gefällt.« Pippi Langstrumpf Glücklich, wer ein festes Weltbild sein eigen nennen kann. Ich habe auch eines – mein bis zum heutigen Tage größtes Gemälde aus dem Jahr 2003, mit 1,50 m x 2 m zum-Aufhängen-grenzwertig-groß. Ob ich damit glücklich bin? Ganz gewiss nicht – denn„Mein Weltbild“ weiterlesen
Malzeit!
»Wenn die Zeit kommt, in der man könnte, ist die vorüber, in der man kann.« Marie von Ebner-Eschenbach (1830–1916) Ich frage mich, »wann ich zoletz e Bild jemohlt hann«, BAP lässt grüßen. Nicht nur, weil ich in Köln geboren bin, sondern weil ich tatsächlich überlegen muss, wann ich neben meiner notwendigen Auftrags- und Kursarbeit das„Malzeit!“ weiterlesen
Von Kunst leben
»DER PRINZ. Guten Morgen, Conti. Wie leben Sie? Was macht die Kunst? CONTI. Prinz, die Kunst geht nach Brot.« Gotthold Ephraim Lessing »Emilia Galotti« Beim Aufräumen stieß ich auf eine Arbeit aus meiner Ausbildungszeit. »Schummern« übte ich mit dem Abzeichnen eines Fotos der »Kleinen Meerjungfrau« in Kopenhagen. Selbstredend ist es keine Kunst, sondern lediglich eine„Von Kunst leben“ weiterlesen
Künstlerische Intelligenz
»Kunst gibt nicht das Sichtbare wieder, sondern Kunst macht sichtbar.« Paul Klee (1879-1940) KI bestimmt nicht nur einen großen Teil des Diskurses im Hinblick auf Wirtschaft, Wissenschaft und Bildung – auch im Feuilleton (heißt das Online auch noch so?) wird ihre Relevanz oder der Einfluss, das Pro und Contra kontrovers diskutiert. Wir Künstlerinnen kommen ebenfalls nicht dran vorbei:„Künstlerische Intelligenz“ weiterlesen