Serie EINE ALTERNATIVE ZUM GESCHIRRSPÜLEN

Zum Konzept

Alle Portraits sind mit Acryl auf originale Geschirrtücher gemalt, wodurch jeder Pinselstrich final und nicht mehr korrigierbar ist. Jedes Einzelportrait ziert am unteren Rand die originale Signatur der dargestellten Person bzw. bei den Komponistinnen Noten aus ihrem Werk.

Ein irritierender Kontrast wird in mehrfacher Hinsicht beim Betrachter durch den Bezug auf klischeehaft traditionelle Rollenzuschreibungen evoziert:

Diese werden einerseits durch den Projekt-Titel ironisiert, der einen unverfänglichen ›Angebots-Charakter‹ suggerieren mag, andererseits aber auch den Nachdruck auf die außergewöhnlichen Leistungen vor Augen legt.

Zum anderen kontrastiert das Werk durch die Wahl originaler Geschirrtücher als Trägermedium klassische Klischees und herausragende künstlerische Leistungen der Portraitierten.Und nicht zuletzt provoziert das klassische Design der Leinentücher, indem sich die materialbedingte Rasterstruktur – als an sich bloßes Merkmal des Malgrundes – nahezu unvermeidlich in die Aussage des Dargestellten drängt und damit Teil seiner inhaltlichen Botschaft wird: Die feinen Karos wirken wie Gitterstäbe, die sich vor die Portraitierten drängen, wobei die Mehrfach-Umrandung zusätzlich noch Enge und Begrenztheit zementiert.

Der ursprüngliche Gebrauchswert des Trägermediums führt sich damit selbst ad absurdum, hält aber dem Betrachter Deutungsalternativen offen: augenzwinkernd oder nachdenklich oder provokant – oder all dies.

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